Nepal News

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Liebe Freunde und Gönner der Nepalhilfe

 

Nahrungsmittellieferung im Chepang-Dorf Thewatar angekommen

Das Dörfchen Thewatar, drei Fahrstunden westlich von Kathmandu, führt ein Schattendasein in Armut, obwohl es unweit der geschäftigen Hauptverbindungsstraße nach Pokhara gelegen ist. Viele der hier lebenden Menschen zählen zur indigenen, unterprivilegierten Minderheit der “Chepang”, einer der ärmsten Bevölkerungsgruppen Nepals. Flussabwärts nutzen Anwohner noch immer das alte  “Tuin”, ein wenig vertrauenerweckendes, von Ufer zu Ufer gespanntes Drahtseil mit einem Passagierkorb, der durch eigene Muskelkraft mit dem Zugseil bewegt wird, um den Fluss zu überqueren.

Eine stabile Hängebrücke überspannt heutzutage den breiten Trishuli-River und verkürzt so den Weg zur modernen Welt. Bis zum oberen Ortsteil Thewatars dauert es zu Fuß eindreiviertel Stunden. Die dort mit Holz und Bambus erbauten Häuser überstanden das schwere Erdbeben im Jahre 2015 nahezu schadlos. Der tiefer gelegene Bereich der Gemeinde, mit seinen aus Brandziegeln und Beton errichteten Gebäuden, wurde fast vollständig zerstört. Die Dorfbewohner, unter der Armutsgrenze lebend, leiden noch immer unter den Folgen dieser Naturkatastrophe. Die Corona-Krise stellt nun eine neue Herausforderung dar.

In der Zeit vor dem Erdbeben engagierte sich die Nepalhilfe mit der Errichtung von Schulgebäuden und auch mit dem Einbau rauchfreier Kochlehmöfen in mehr als sechzig Häuser der Gemeinde. Wir bieten seit vielen Jahren ein tägliches, gesundes Mittagessen für die siebzig Schüler der Shree Gandaki Primary Schule an. Zwei festangestellte  Köchinnen sorgen sich normalerweise um die hungrigen Mäuler. Dem aktuellen Corona-Notstand geschuldet, ist der Schulbetrieb jedoch eingestellt.

Wir entschlossen uns deshalb dazu, den Schulkindern das Mittagessen einfach nach Hause zu liefern und darüber hinaus alle Familien im Dorf gleich mitzuversorgen. Das Gemeindeamt verteilte im Auftrag der Regierung Nepals nach dem ersten Lockdown für jeden Haushalt zehn Kilo Reis. Wer einmal in Nepal unterwegs war, der wird wissen, welche Menge von diesem wichtigen Hauptnahrungsmittel pro Kopf gegessen wird. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind krisenbedingt angestiegen, was eine zusätzliche Härte für die Menschen darstellt.

Aufgrund unseres Newsletters vom 23.05.2021 haben wir insgesamt 3.900,00 Euro an Spenden -außer der Reihe- erhalten wofür wir uns nochmals herzlich bedanken dürfen. Dieser  Betrag reichte aus, um insgesamt 145 Familien mit jeweils 25 kg Reis, 6 kg Linsen, 3 l Kochöl, 2 kg Salz, 2 Seifen und 10 Mundschutzmasken zu versorgen.

Unsere Mitarbeiter die vor Ort nach dem Lockdown bereits auf diese Aktion vorbereitet waren, besorgten in Kathmandu die genannten Lebensmittel und ließen sie mit einem LKW in das 100 km entfernte Kurintar transportieren, von wo aus sie von den Dorfbewohnern auf dem Rücken über die Hängebrücke nach Thewatar transportiert wurden.

Welche Freude wir damit bei den Dorfbewohnern insbesondere bei den hungrigen Kindern ausgelöst haben, können Sie den Bildern entnehmen.

Aktualisiert: 22. Juli 2021

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